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ColorSnapper 2 – Farbtool für OSX

ColorSnapper 2 – Farbtool für OSX 5. Februar 2016Leave a comment

Ich habe jahrelang als Diplom-Designer mit den Schwerpunkten Web-, UX- und Icondesign gearbeitet. Daneben war ich, als "Adobe Certified Expert Photoshop", Fachautor und Dozent für Digitale Bildbearbeitung und Webdesign. Derzeit mache ich ein Zweitstudium um einen beruflichen Kurswechsel zum Grundschullehrer vorzunehmen. Die Begeisterung für Design und Technik ist jedoch ungetrübt. Deswegen lebt mein Blog (wieder) weiter. :)

Teaserbild ColorSnapper. Farbstreifen und Logo
ColorSnapper 2 ist ein unverzichtbarer Helfer für die Arbeit mit Farbe beim Screendesign. Warum das so ist, erkläre ich in diesem Artikel.

Wozu dient der ColorSnapper?

Grundsätzlich ist der ColorSnapper eine Farbpipette, mit der sich pixelgenau die Farbe des Bildschirms unter dem Cursor aufnehmen lässt. Das funktioniert zwar auch mit dem systemeigenen Farbwähler, aber insbesondere die vielen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung sind die Stärke des ColorSnappers.

Er ist bereits seit ein paar Jahren auf dem Markt, 2015 erhielt er ein Major Update auf Version 2. Als Anwender der ersten Stunde kann ich direkt vorweg sagen: Die Verbesserungen sind sinnvoll und das Tool ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die Funktionen im Überblick

Das kleine Tool nistet sich in der Menüleiste unter OS X ein und lässt sich dort bei bedarf per Mausklick öffnen. Hier erhält der Benutzer Zugriff auf die zuletzt aufgenommenen Farben, die beiden Kernfunktionen des „Pickens“ und der „Farb- und Format-Wahl“ (dazu gleich mehr) und gelangt in die Voreinstellungen.

Screenshot Aufgeklapptes ColorSnapper-Menü
Aufgeklapptes ColorSnapper-Menü

Farben aufnehmen und verwalten

Über den Menüeintrag „Pick color…“, oder praktikabler über einen Shortcut, erscheint eine Lupe mit der ein beliebiger Farbwert aufgenommen werden kann. Hält man die Maustaste gedrückt, lässt sich die Lupe in einen Präzisionsmodus versetzen. Der „beleuchtete“ Ausschnitt wird nochmals vergrößert dargestellt. Nützlich ist auch die optionale Anzeige des Farbwertes als Text innerhalb der Lupe. Mit dem Loslassen der Maustaste speichert ColorSnapper den Farbwert in seiner Bibliothek ab.

Abbildung der Lupe und des Performance-Mouds im Einsatz
Normale Lupe (links) und Performance-Modus (rechts)

Der zweite wichtige Bereich ist das Farbe- und Formate-Fenster, dass sich über das Menü oder aber über einen Shortcut (ebenfalls empfehlenswert) öffnen lässt. Hier werden die zuletzt gepickten Farben angezeigt. Das zentrale Element in diesem Dialog ist die lange Liste an möglichen Ausgabeformaten der Farbe. Unter anderen, für mich teils exotischeren Formaten, sind Hex, CSS Hex, HSL, CSS RGB oder CSS RGBA möglich.

Farb- und Formatmenü des ColorSnapper 2
Farb- und Formatmenü

Pfiffig ist auch die Möglichkeit, einen Farbwert automatisch als Vorder- bzw. Hintergrundfarbe in Photoshop oder als Flächen- bzw. Konturfarbe in Illustrator zu laden. Ein Klick auf den Farbwert auf dem Bildschirm und die Farbe ist in der Anwendung ohne weitere Maßnahme aktiviert.

Das sich das Tool überwiegend an Screendesigner richtet erkennt man daran, dass eher printorientierte Farbmodi wie CMYK oder Lab nicht verfügbar sind.

Den ColorSnapper konfigurieren

Der Snapper lässt sich vielfältig nach eigenen Wünschen konfigurieren. Einige Möglichkeiten möchte ich abschließend gerne zeigen. Grundsätzlich sind die Funktionen allerdings selbsterklärend und man benötigt kaum Einarbeitungszeit.

Allgemeine Voreinstellungen

Hier lassen sich die Shortcuts für den Color Picker und das Farb- und Formate-Menü festlegen. Wie ihr seht habe ich sie mir in die linke untere Ecke der Tastatur gelegt, da sich meine linke Hand ohnehin ständig im Bereich der Tasten Ctrl, Alt, Cmd befindet.

Wichtig ist der Punkt Clipboard Format. Hierüber lässt sich steuern, ob direkt nach der Farbaufnahme eine Abfrage starten soll, in welchem Format (HEX, CSS,…) der Farbwert in die Zwischenablage kopiert werden soll, oder aber ob das zuletzt verwendete Format zum Einsatz kommt. In der Praxis hat sich letzterer Punkt für mich am sinnvollsten erwiesen. Je nachdem in woran ich gerade arbeite (z.B. CSS-Anpassungen an einer Website) benötige ich immer das gleiche Format. Über das Formate-Menü lässt sich aber jederzeit auch anderweitig exportieren.

Allgemeine Voreinstellungen des ColorSnapper 2
Allgemeine Voreinstellungen

Erscheinungsbild

Hier kannst Du einstellen, wie groß Lupe an sich, und wie stark deren Vergrößerung sein soll. Dabei bedingt eine starke Vergrößerung automatisch auch eine größere Lupe. Der besseren Übersicht der Umgebung verwende ich eher überschaubare Maße und Arbeite bei Bedarf temporär im oben genannten Präzisionsmodus.

Über „Color Overlay“ lässt sich regeln, ob und welcher Farbwert innerhalb der Lupe in Textform angezeigt werden soll.

Appearance-Menü des ColorSnapper 2
Appearance-Menü

Code Style

In diesem Menü lassen sich schliesslich noch Anpassungen machen, in welcher formalen Auszeichnung der Farbcode exportiert werden soll. Darunter fällt z.B. Groß- und Kleinschreibung, Anzahl der Kommastellen, etc..

Code Style Menü des ColorSnapper 2
Code Style Menü

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