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Schriftbildvergleich Notability, Goodnotes, Noteshelf und Bamboo Paper

Schriftbildvergleich Notability, Goodnotes, Noteshelf und Bamboo Paper 27. Juni 20172 Comments

Ich habe jahrelang als Diplom-Designer mit den Schwerpunkten Web-, UX- und Icondesign gearbeitet. Daneben war ich, als "Adobe Certified Expert Photoshop", Fachautor und Dozent für Digitale Bildbearbeitung und Webdesign. Derzeit mache ich ein Zweitstudium um einen beruflichen Kurswechsel zum Grundschullehrer vorzunehmen. Die Begeisterung für Design und Technik ist jedoch ungetrübt. Deswegen lebt mein Blog (wieder) weiter. :)

Icons der iPad-Apps Notability, GoodNotes, Noteshelf und Bamboo Paper
In diesem Artikel/Video vergleiche ich das Schriftbild und die Eingabe von Notizen mit dem Apple Pencil in den Notizapps Notability, GoodNotes, Noteshelf und Bamboo Paper.

Kriterien für handschriftliche Notizen

Ich habe mich in den letzte Tagen (einmal wieder) intensiv damit beschäftigt, welche Anwendung ich für handschriftliche Notizen auf meinem iPad verwenden möchte. Hier gab es oftmals eine Diskrepanz zwischen der Funktionalität und dem Schriftbild. Denn im Kern geht es mir bei einer solchen Anwendung darum, dass ich flüssig, also ohne Verzögerung bei der Eingabe, in meinem normalen Stil schrieben kann, ohne dass das Ergebnis zu sehr geglättet, oder aber zu krakelig wird.
Hinweis

Der Test der Apps erfolgte auf dem aktuellen iPad Pro 12,9″ von 2017 mit der Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Diese sorgt theoretisch für eine präzisere und schnellere Eingabe des Apple Pencil. In der Praxis konnte ich jedoch subjektiv keine Unterschiede zwischen beiden Geräten feststellen, von daher dürfen die Erkenntnisse des Artikels auch für die erste Generation des iPads zutreffend sein.

Eingabe

Nicht jede App schafft es gleichermaßen gut, mit dem Apple Pencil umzugehen. Dies macht sich unter anderem darin bemerkbar, dass die Eingabe verzögert erfolgt und der Strich auf dem iPad der Bewegung mit dem Stift hinterher hängt. Das ist irritierend und sorgt (zumindest bei mir) für ein unsaubereres Schriftbild. Im Video weiter unten könnt ihr die unterschiedliche Reaktionszeit gut erkennen. Die vier getesteten Apps lassen sich in dieser Reihenfolge auszeichnen:
  • GoodNotes & Notability: Keine spürbare Verzögerung. Gutes Schreibgefühl
  • Bamboo Paper: Leichte Verzögerung bei schnellem Schreiben. Insgesamt aber in Ordnung.
  • Noteshelf: Stark spürbare Verzögerung. Von allen getesteten Apps das unangenehmste Schreibgefühl.

Schriftbild

Das Schriftbild ist natürlich eine etwas subjektivere Angelegenheit. Von daher nehme ich hier keine wirkliche Wertung vor. Überzeugt euch anhand des nachfolgenden Videos einfach selber. Meine Favoriten sind in der folgenden Reihenfolge:
  1. Notability
  2. GoodNotes
  3. Bamboo Paper
  4. Noteshelf

Video zum Schriftbildvergleich

Als Referenz zu meiner normalen Sauklaue auf Papier, hier erst noch ein Foto meiner richtigen Handschrift. Somit ist ein direkter Vergleich einfacher möglich.

Exemplarischer Schreibstil auf Papier
Exemplarischer Schreibstil auf Papier

2 comments

  1. Habe gerade angefangen deinen Blog zu lesen und freue mich sehr über die letzten beiden Artikel, genau meine Themen gerade!
    Ich Spiele mit dem Gedanken ein 10.5 iPad für Notizen anzuschaffen und frage mich warum in deinem Vergleich nicht Apple Notes vorkommt. Mit iOS 11 öffnet sich eine neue Notiz wenn man den ausgeschalteten Display des iPads mit dem Pencil berührt und kann sofort loslegen – das wäre für mich ein großartiges Feature. Bei meinen Recherchen bin ich sofort bei Goodnotes und Notability hängen geblieben. Das Problem ist das diese fast nie mit Notes.app verglichen werden. Vielleicht kannst du ja ein paar Einsichten teilen wie diese Apps sich in der Praxis auf dem iPad (& vielleicht mac) benutzen lassen.
    Vielen Dank und eine schöne Woche wünsche ich!

  2. Hallo Matthias,

    der Grund, warum ich die Notizen-App von Apple nicht mit reingepackt habe ist der, dass ich mich persönlich auf die Suche nach einer App für handschriftliche Notizen gemacht habe, wenn ich irgendwo schnell mitkritzeln möchte, inkl. kleiner ergänzender Skizzen. Beispielsweise während einer Fortbildung oder einer Sitzung. Das geht für mich dann schneller als es auf dem iPad zu tippen. Die handschriftliche Notizapp stellt für mich somit lediglich eine Ergänzung zu meiner eigentlichen Notizverwaltung dar, welche dann in der Regel sauber getippt erfolgt.

    Die Hauptverwaltung erfolgte lange mit Evernote, aus den gängigen Gründen (überteuert, aufgebläht, Desginfehler, etc.) habe ich vor einiger Zeit zu Bear (iOS/macOS) gewechselt. Da gibt es zwar auch einiges, was mich nicht so überzeugt, aber unterm Strich ist die App schlank und schnell (und hübsch). Hier verwalte ich dann 90% meiner Notizen: Spontane Ideen, Überlegungen zur Unterrichtsplanung, Storykonzepte zum Pen&Paper Rollenspiel, etc.

    Wichtige Inhalte übertrage ich in der Regel aus Notability nach Bear, so dass die „Handschrift-App“ für mich eigentlich nur eine Durchlaufstation darstellt. Konkret aber zu Deiner Frage, warum dann keine Apple Notizen: Die App ist mir schlichtweg zu rudimentär, was handschriftliches Arbeiten angeht. Mir fehlen hier z.B. ganz klar verschiedene Papiersorten (liniert, kariert, Noten, …) die man in den Hintergrund legen kann. Apple Notizen sind primär für Texteingabe und sekundär für grafische Ergänzungen. Notability/GoodNotes machen das genau anders herum: Primär Handschrift und das Tippen als „Sahnehäubchen“. Zumindest habe ich diesen Eindruck. Bei GoodNotes mehr als Notability. Letzteres könnte, wenn die macOS-Anwendung etwas liebevoller gestaltet und umgesetzt wäre, aber tatsächlich Bear den Rang ablaufen. Aber aktuell ist as nicht der Fall.

    Lieben Gruß
    Philip

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